
Wie gefährlich sind Zecken wirklich?
May 25, 2009Wenn man den Medien glauben kann, scheint es lebensgefährlich zu sein, sich der Natur auch nur zu nähern. Denn wer dies tut, riskiert einen Zeckenbiss und damit, an Borreliose oder einer Hirnhautentzündung namens FSME zu erkranken.
Doch wie bewerten Experten die Wahrscheinlichkeit solcher Infektionen durch Zecken ?
Welche Wahrheit verbirgt sich hinter so genannten Risikogebieten?
Echte Gefahr oder Impf-Hysterie auslösende Panikmache ?
Verliert sich der Zecken-Schreck womöglich im verworrenen Phantasie-Dickicht des Horrors ?
Die SWR-Redaktion “odysso” zeigt, wie groß das Risiko einer Infektion wirklich ist.
Soviel sei vorab verraten:
Die FSME Expertin ist nicht gegen FSME geimpft.
Und für die Borreliose-Spezialisten stellt die durch die Medien initiierte Angst vor der Infektion durch Zecken und die Unmengen der Antibotika-Verodnungen wegen vermeindlicher Borrelien-Infektionen ein wesentlich größeres Problem dar, als die Krankheit selbst.
EDIT 16.06.09: siehe auch
“Zeckenmelder” im Auftrag der Pharmaindustrie
Zwielichtige PR-Aktion auf der Website von Antenne Thüringen.
Da mache ich aber tagtäglich andere Erfahrungen. Bin aber auch nur ein dummer Landarzt!
hallo klaus,
welcher art ‘anderer’ erfahrungen machst du denn tagtäglich?
in so pauschale ‘aussagen’ kann man ja alles und nichts hineininterpretieren ;)
danke für antwort .)
amaij
Impfungen sind für die Industrie natürlich lukrativer als die Behandlung der wenigen akuten Fälle.
Wenn man allerdings gerne und oft in der Natur ist, sammelt sich einiges an Zeckenbissen an. In den letzten Jahren hatte ich insgesamt mehr als 100 Zeckenbisse. Borreliose ist dann rechnerisch nicht mehr ganz so unwahrscheinlich. Jedenfalls hat es mich vor einigen Jahren erwischt. Auf die Symptome sollte man also schon aufmerksam achten.
Für tagtägliche Beschäftigung eines Landarztes reichen die Fälle aber sicher nicht.
ja, das ist richtig und ich stimme dir auch in allem zu. die impfung ist allerdings nicht gegen borreliose .) und wenn man es sich zur gewohnheit macht, 1x je stunde sich über die haut zu streichen und auch ansonsten ein gutes körperfeeling hat, dann fühlt und spürt man sie ja auch schon krabbeln oder gerade zubeissen und kann sie sofort entfernen.
einige hundert zeckenbisse hatte ich auch schon und meine pferde-kollegen und viele andere freunde, die gerne und viel in der natur sind, auch. klar, drauf achten und wenn die zecke doch mal zugebissen hat, dann gleich die globoli der heilpraktikerin meines vertrauens nehmen – viele ‘natur’-menschen machen das so und sind infektionsfrei geblieben.
wenn man es so nicht handhaben mag und gerne die risiken und nebenwirkungen einer fsme impfung auf sich nehmen will und bei zeckenbiß gerne prophylaktisch antibiotika schluckt … oder erst bei tatsächlicher möglicheit einer borreliose infektion – sofern sie frühzeitig erkannt wird, weil wenn die borrelien sich nach ein paar wochen im bindegewebe einnisten und dort nur schwer und selten durch antibiotika überrhaupt erreicht werden können, der geschwächte körper aber noch weiter durch das antibiotikum geschwächt wird … auch wenn es in diesem stadium sehr gut wirsame homöopathische methoden gibt, die auch die folgeerkrankungen bishin zur völligen genesung hinzubekommen vermögen … dann ist das vielleicht so, weil die menschen meinen, dass es so ist aufgrund der (einseitigen) informationen, die von jenen, die davon profitieren, verbreitet werden und die ein bild erzeugen, dass gerade mit den erfahrungen jener, die sich der natur nicht entfremdet haben, überhaupt nicht übereinstimmt …
letzendlich darf ja jeder selbst die entscheidung treffen, wie er sich als patient, als arzt oder einfach als mensch verhalten mag – und das ist auch gut so .)
Natürlich. Ich komme auch sehr gut mit homöopathischen Medikamenten aus. Ich meinte damit nur, dass die statistische Wahrscheinlichkeit dem einzelnen Fall wenig nützt, und man besser auf die Symptome achten sollte. Die vorhandenen Behandlungsmethoden ohne Impfung sind ein besseres Argument als die Statistik.
Wenn du nachts ab und zu einen großen wuscheligen Hund neben dir hast, sind Zecken manchmal morgens einfach da. Impfungen gegen Borreliose gibt es zwar in den USA und in Europa für Tiere, aber ich will natürlich auch keine. Die Pharmas arbeiten aber kräftig daran, dass man nicht immer die Wahl hat, oder viele die Alternativen gar nicht kennen.
Wolf-Dieter Storl hat auch ein Buch darüber geschrieben. Ich kenne aber nur andere Bücher von ihm. http://www.storl.de/
Hast du nicht neulich Leute für eine Internet-Zeitung gesucht? Fast mein zweiter Arbeitsbereich. Wenn du magst, schick mir eine Mail an die oben eingetragene Adresse.
Klingende Grüße
die statistische wahrscheinlichkeit nutzt dem einzelnen m.m. schon bei der entscheidungsfindung und auch wenn er von borreliose betroffen ist, nutzt ihm m.m. eine statistik, die für eine bestimmte heilmethode spricht, so er denn kenntnis über die fakten und hintergründe hat.
macht es nicht auch für ALLE einen essentiellen unterschied, ob ein infektionsrisiko bei 1:100.000 oder 1:10 liegt?
welcher eindruck wird bzgl. der zecken-infektionsgefahr vermittelt ?
ist dieser eindruck gerechtfertigt vor dem hintergrund der vorliegenden fakten ?
inwieweit beeinflußt der erzeugte eindruck jeden einzelnen und die vielen ?
und WER profitiert davon ?
:)
wenn ich einen großen wuscheligen hund nachts neben mir liegen hätte, würd ich mir die ‘mühe’ machen, ihn gründlich auf zecken zu untersuchen .) klar kann man einen zeckenbiss grds. damit auch nicht 100% ausschliessen, doch gibt es auch keinen 100% impfschutz und eine impfung ist und bleibt eben auch immer ein massiver eingriff in den körper, dessen folge- und langzeitwirkungen gerade bei markteinführung nicht wirklich bekannt sind, siehe borreliose-impfung für menschen in den USA, die aufgrund der massiven nebenwirkungen – obwohl anderslautender studien vor markteinführung – verboten wurde.
ein ähnliches bild zeichnet sich m.m. auch in der behandlung von borreliose mit blick auf antibiotika, deren erfogslwahrschenlichkeit und ihren nebenwirkungen.
was bleibt ist m.m. die frage nach dem nutzen.
:)
danke dir, mail werd ich dir in jedem fall schreiben, lieber pianist .)
*funkelnde grüße